Okay, ich hatte ja letztens versprochen dass ich wieder mehr blogge, bin aber wieder nicht dazu gekommen… Bloggfaulenzia macht sich breit 😀

Aber heute hab ich mich dann doch mal aufgerappelt und möchte euch an dieser Stelle eine etwas persönlichere Review schreiben, da das Tape, dass ich im Folgenden vorstellen möchte, von meinen beiden Crew-Kollegen kommt….

Achja… und das 3sT-Jam Resume, dass ich versprochen hab kommt noch… ^^ ich zieh‘s nun einfach als großen letzten Teil durch… demnächst irgendwann 😛

Nun aber zu Station 2….    M.a.V & AL-X – Station 2   (DOWNLOAD)

cover

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Mein Text von der 3sT-Myspace-Seite:

Endlich ist es soweit…das Debut von M.a.V & AL-X unter 3sT-Records ist draußen ! Dieses 13 Track starke, kleine aber feine Tape sorgt für gute Unterhaltung und zeigt das Potential der beiden „Neuen“. Egal ob sinnfrei, geisteskrank oder bewegend, dieses Werk kann euch auf einen Trip einladen…

[…]

Also haltet euch fest und macht euch bereit,
denn es ist Besucherzeit auf Station 2 !

Jetzt etwas ausführlicher…..

Wir haben uns im vergangenen Jahr entschieden, die beiden bei 3sT-Records aufzunehmen. Vorher hatten wir mit ihnen einen etwas größeren Beef (Stress im Rapper-Jargon). Durch AL-X & M.a.V ist bei 3sT etwas Schwung ins Haus gekommen. Es tat richtig gut, zwei freshe Talente mit neuen Ideen im Boot zu haben, denn dadurch wurde die ganze Crew für neue Sachen motiviert. Somit können wir dieses Jahr unsere Release-Offensive starten und die beiden haben mit ihrem Debut den Anfang gemacht.

Ich fand es schon bei dem Release schwer, das Tape in kurzen Sätzen zu beschreiben. Wenn man sich das Cover anschaut, möge man denken, dass es sich um ein reines Spaß-Tape handelt und nicht viele ernst zu nehmende Songs drauf sind. Durch den Namen und das Bild wirkt das ganze als hätten die beiden eine Klatsche… und da kommen wir auch zum richtigen Thema.

Eine Klatsche haben die beiden nicht, aber beide mussten sich leider durch diverse schicksalsbedingte Anlässe in Therapie begeben. Komischerweise verbrachten beide ihren Aufenthalt auf Station 2, aber in verschiedenen Einrichtungen….

Nun zu den Songs:

01. Intro (1:20)

Da ich das alles schon kenne, kann ich gleich bei den ersten Tönen des Beats sagen, dass dieses Instrumental vom Stil her den größten Teil des Tapes widerspiegelt. Ein chaotisch-melodischer Beat, auf dem AL-X & M.a.V im Zweierwechsel die (wahrscheinlichen) Reaktionen auf das Werk ansprechen. Al-X überzeugt durch melodische, fast gesungene Bars, wobei M.a.V einen soliden Genervten abgibt. Schade dass sie sich wiederholen und den Part nicht ganz ausfüllen. Die Hook vom Beat ist Geschmackssache.

02. 13,5 Bars (2:20)

Was soll man zu diesem Track schreiben ? Muss man gehört haben…. Die gut gefüllten Lücken zaubern jedesmal ein Schmunzeln auf die Backen. Auch die teilweise skurrilen Vergleiche, die den Text aufbauen, sorgen für gute Laune. Flowmäßig einer der besten Parts von M.a.V.                  Die Hook hat Ohrwurm-Qualität !

03. Es ist aus und vorbei (2:33)

Liebe… Auf trauriger Art und Weise verarbeiten beide auf diesem Track das Ende einer Beziehung. Ich persönlich finde es für einen deepen traurigen Track noch etwas zu früh, da die beiden Nummern vorher gerade so richtig warm gemacht haben. Es ist halt Geschmackssache. Lyric von M.a.V. passt wie die Faust aufs Auge zur gewollten Dramatik, die extrem durch die überkrasse Hook gesteigert wird (*Verbeugung dafür*). Auch das Einsetzen vom AL-X Part sorgt  für Gänsehaut. Überzeugendes Ding mit Drama-Hook

04. Psychopathisch (3:09)

Eines der absoluten Zugpferde. Absolut krankhafte lustige Lyric, die dem Titel des Tracks alle Ehre macht. Ich finde an diesem Ding kann man am besten den Stil der beiden ausmachen. Krank, lustig, chaotisch und einen enormen Drang sich mitzuteilen 😀  Flow geht bei beiden klar. Auch die Hook bleibt gut im Kopf. Sogar Kopfnickerfeeling macht sich breit. Muss man gehört haben !

05. Gucken, Kacken, Packen, Picken (Skit) (0:28)

Youtube-Skit… Leider absolut nicht mein Fall und eigentlich müsste ich an dieser Stelle Punktabzüge machen… ABER ! Da es sich hierbei um Helge Schneider handelt, drück ich gerne noch ein Auge zu 😉

06. Gorrrillaz (feat. Denntana) (3:45)

Der erste Feature-Track auf dem Werk und das gleich mit so einem Trottel 😀  (Ich will meinen Part an dieser Stelle nicht bewerten, würde mich aber über externe Bewertungen in den Comments freuen :D). Für mich ist dieses Ding ein absoluter Banger geworden, was natürlich schon alleine durch den Beat bedingt ist. Das Intro vom Track ist mehr als gelungen ^^.

07. Station 2 (2:46)

Für einen Titeltrack etwas zu mager. Nur ein solider AL-X Part, ein etwas schwacher M.a.V und leider wirkt der ganze Track etwas zu kurz. Man hätte weitaus mehr erzählen können, da das Thema vor allem durch das Erlebte viel hergibt.

08. Du gehst jetzt Duschen ! (Skit) (00:35)

Och nööööö…..

09. Rugratz (feat. Tard) (2:15)

Ein komplett sinnloser Track, was nicht unbedingt als negativ anzusehen ist. Thematik ist schnell und einfach beschrieben: Ein fiktiver asozialer Kindergarten. Flow geht bei allen drei klar. Lyric ebenso, leider keine besonderen Highlights, teilweise Wiederholungen. Anzumerken ist dass Tard besonders von der Stimme heraussticht und M.a.V etwas schüchtern startet. Muss jeder selber wissen, aber mein Ding ist der Track leider nicht.

10. Hollywoodreif (2:44)

Ich will eure Hände sehen ! Wieder ein Highlight des Tapes. Beat passt. Die übertriebene Traum-Lyric macht irgendwie Spaß, besonders der Fickerpart von M.a.V. Beide Parts sind vom Flow her bombe, wobei beide auf ihre Art und Weise überzeugen. Die Hook kann ein Ohrwurm werden. „Ein Anruf und ich weiß genau, dass Peter das regelt…“ „Ich werde Pornostar und drehe einen Film mit Liebe … MHHHHHH“         Ein Muss !

11. Hoi Toi Toi (2:53)

Ein Sinnlosigkeitsbanger in Perfektion. Dieser Track zählt auch zu den Tieren im Zugpferd-Stall. Die Hook brennt sich ins Hirn. Die Parts machen wenig Sinn, gehen aber runter wie Öl durch den absolut geilen Flow von beiden. Toi Toi dafür 😉

12. Wir 3 Pt. Zwo (feat. yD) (3:15)

Natürlich darf auch yD nicht fehlen. Die drei haben sich einfach gedacht, dass sie eine Fortsetzung zu ihrem Feature-Debut machen (ich hoffe ich lüge nicht :D). Auf einem rockigen Beat, ballern die drei schöne Punshes und Vergleiche hin, sodass es ein gutes Brett von Battletrack wird. Hook ballert gut. Am meisten überzeugt auf dem Track der Feature-Gast. Trotzdem allgemein ein richtig gutes Brett

13. Geb nicht auf (2:58)

Eine ziemlich persönliche Kiste. Dieser Track ist wohl der intimste von allen auf dem Tape. M.a.V knüpft an „Selbsthass“ (3sT-Records – Lückenfüller) an und legt wieder seine Selbstmordgedanken offen auf den Tisch. Durch Informationen weiß ich, dass der AL-X Part aus der Zeit, in der M.a.V in Therapie war, stammt und daher schon sehr alt ist. Man hört es etwas raus, da man sonst einen stärkeren AL-X kennt. Doch ich finde was zählt, ist in diesem Fall die enorme Realness, da alles so
ist bzw. war, wie im Track erwähnt. Auch die Hook macht Mut. Schönes trauriges Werk zum Abschluss.

Trotz der ein bis zwei Abzüge ist das Werk in sich sehr stimmig. Die durchgehend Lustige Art, die nur durch 2 deepe Tracks durchbrochen wird steckt an. Die beiden deepen Nummern sorgen dafür, dass das Tape etwas authentischer wirkt und nicht auf 100% Spaß getrimmt ist. Auch der Battletrack passt ins Gesamtbild.

Ich mag das Tape besonders gerne und habe es nun, rauf und runter gehört…. Von daher bekommen die beiden an dieser Stelle von mir:  ***** ***‘ (8,5 Sterne von 10)

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